BAD EILSEN. Marion Basse, Solveig Hild-Dogar und Regine Schlesiger stellen ihre Bilder bis zum 9. Dezember in der Wandelhalle aus. Schon bei der Vernissage wurde deutlich: Die Besucher dürfen sich auf reizvolle Kontraste freuen.

Ihre Arbeiten stehen im Mittelpunkt der 133. Kunstausstellung in der Wandelhalle: Regine Schlesiger (von links), Solveig Hild-Dogar und Marion Brasse. Foto: kk

„Es fällt gar nicht so leicht, nach so schöner Musik in die Wirklichkeit zurückzukehren“, sagt
Kerstin Henke. Und viele Gäste der Vernissage der 133. Kunstausstellung in der Wandelhalle werden der Freizeittherapeutin des Reha-Zentrums wohl zugestimmt haben, als die letzten Töne verklungen waren, die Brigitte Pallussek, Hilka Müller-Franck und Heidemarie Fechner ihren Streichinstrumenten entlockt hatten. Doch es lohnte sich, wieder in die Wirklichkeit einzutreten – nur, um dann kurz darauf wieder in andere Traumwelten abzutauchen. Denn genau dazu laden die Bilder von Marion Basse, Solveig Hild-Dogar und Regine Schlesiger ein, die in der Wandelhalle gezeigt werden. Alle drei Künstlerinnen aus dem Ostwestfälischen haben sich der modernen Malerei verschrieben, bedienen sich dabei aber ganz unterschiedlicher Techniken und verfolgen voneinander abweichende Ansätze. Gerade diese Vielfalt und diese Kontraste machen den besonderen Reiz der Ausstellung aus und laden zum Abtauchen in die Werke ein. Zu sehen sind in der Wandelhalle 52 Bilder aus verschiedenen Schaffensperioden, die übrigens auch käuflich erworben werden können. Ausstellungsorganisatorin Kerstin Henke stellte die drei Künstlerinnen den Gästen der Vernissage vor, nicht ohne zuvor einen kleinen Seitenhieb auf Vertreter des „offiziellen Eilsen“ auszuteilen. Diese glänzten nämlich einmal mehr mit Abwesenheit – ob die Ausstellungen als Bestandteil des kulturellen Lebens der Samtgemeinde wohl in den Räten und in der Verwaltung nicht geschätzt werden? Marion Brasse beschreibt ihre Bilder selbst als „Reise durch Raum und Zeit“. Alle paar Jahre ändert sie die Blickrichtung ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Neue Motive, neue Techniken, neue Farben. In Aktstudien von 2011 verzichtet sie bewusst auf Farbigkeit. In einer anderen Phase rücken Linien und grafische Elemente in den Mittelpunkt. Thematisch widmet sie sich in einem Block der Industriearchitektur. Mit Lust am kreativen Experiment sammelt sie auch Erfahrungen in der digitalen Fotobearbeitung. Fotos und Malerei verschmelzen dabei zu einer Einheit. Besonders spannend: Für einige Bilder sind auch die Vorstudien zu sehen, so ein Einblick in den Schaffensprozess möglich wird. Beim Blick auf die Bilder von Solveig Hild-Dogar fallen zunächst die opulenten Rahmen ins Auge, die häufig einen reizvollen Kontrast zum Gezeigten bilden: Abstrakter Malerei in oft fröhlich wirkender Farbigkeit. Da diese Bilder keine Titel tragen, sind der Fantasie des Betrachters keine Grenzen gesetzt. In einer späteren Schaffensphase experimentiert sie mit den Farben Schwarz und Weiß, denen die Künstlerin Begriffe wie Tod und Geburt zuordnet. Dritte im Bunde ist Regine Schlesiger. Sie möchte nach eigener Aussage in ihren Arbeiten Verborgenes und Unscheinbares aufspüren, hervorholen, sichtbar machen. Die Bilder geben Stimmungen der Künstlerin wieder, sollen aber auch Emotionen beim Betrachter wecken – und all dies in „einer inneren Auseinandersetzung mit dem Menschsein“. Ihre Werke entstehen aus Eindrücken aus der Natur, aus dem menschlichen Miteinander oder aus zunächst bildlosen Empfindungen. Regine Schlesiger nutzt vor allem Acrylfarbe für Ihre Malerei, arbeitet aber auch andere Materialien wie Tinte, Spachtelmassen, Papier und Stoffe mit ein. Die Kunstausstellungen in der Wandelhalle des Rehazentrums sind eine Erfolgsgeschichte: Seit 22 Jahren locken diese kunstsinnige Besucher aus dem gesamten Schaumburger Land in den Kurort und inspirieren die Patienten des Rehazentrums. Inzwischen wird die 133. Ausstellung gezeigt. Und es wird nicht die Letzte sein: In Künstlerkreisen hat es sich längst herumgesprochen, dass die Kunstschauen gut besucht sind und die Wandelhalle eine ganz besondere Atmosphäre bietet. Lichtdurchflutete hohe Räume in historischem Ambiente hat längst nicht jeder Ausstellungsort zu bieten. Kein Wunder also, dass Künstlerinnen und Künstler bei Kerstin Henke „Schlange stehen“, um in Eilsen ausstellen zu können. Bis Ende nächsten Jahres seien schon alle Termine ausgebucht, verriet sie im Gespräch. Und machte bereist auf einen ganz besonderen Höhepunkt im kommenden Sommer neugierig: Dann wird nämlich Kunst aus China präsentiert – Bad Eilsen einmal ganz international.
Die 133. Ausstellung ist bis zum 9. Dezember zu sehen. Die Wandelhalle ist täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Ganz wichtig: Besucher sollten sich nicht von der Großbaustelle am Fürstenhof abschrecken lassen: Die Wandelhalle ist zugänglich.

Schaumburger Zeitung
Redakteur: Karsten Klaus
Foto: Karsten Klaus

Es gibt dieses außergewöhnliche, hübsche Mädchen in meiner Familie. Immer interessiert, immer voller Begeisterung, dem Lernen immer offen zugewandt. In sich ruhend und voller Kreativität.

Jolien, eine leidenschaftliche und sehr begabte Seifensiederin.

In fröhlich-bunten Farben funkeln die guten Handstücke wie Edelsteine um die Wette. Farb-, Formgebung und Struktur sind nie gleich. Deshalb sind Joliens kleine Seifen Kunststücke besonderer Art.

Betörend, beruhigend oder sinnlich ihr Duft. Zartschmelzend, im Gebrauch. Ein Hochgenuss auf der Haut, stimulierend und ein feiner Reiz für die Sinne. Ihre Textur anregend. Haptik vom Feinsten.

Schon beim Anblick der kleinen Prachtstücke fühlt man den Schaum der sich unter leise plätscherndem Wasser entwickeln wird. Einfach herrlich.

Liebe Jolien, du bist selbst wie einer dieser funkelnden Edelsteine, einzigartig, besonders und liebenswert. Ich danke dir von Herzen für diese kleinen, wunderbaren Geschenke. Deine Solly

Seifen-Kunst: Jolien Hild
Fotos: Solveig Hild-Dogar
Text: Solveig Hild-Dogar

Es gibt dich.
Es gibt mich.

Freundschaft ist Geben und Nehmen.

Freunde. Uns gibt es allein und miteinander.

Wir sind einzigartig und einzeln stark.
Wir sind miteinander, neiden uns nicht. Wir stärken uns gegenseitig.

Wir haben uns gern und tauschen uns aus. Wir befruchten und beflügeln uns.

Wir erinnern uns und blicken in die Zukunft. Wir stagnieren nicht, wir ruhen uns nicht auf uns aus.

Wir vertrauen uns, nehmen teil an des anderen Weg. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit ist unser wichtigstes Gut.

Wir sind bodenständig und bauen mit an der Zukunft des anderen. Wir sind nicht nur digital. Wir sind analog und suchen den Austausch.

Wir machen den anderen nicht klein, nein, wir nähren uns gegenseitig mit unserem Wissen, unserer Kreativität und lassen uns teilhaben an uns.

Wir haben uns gern und rufen uns an, besuchen uns. Wir sagen uns, wenn es uns schlecht geht und akzeptieren das, trösten uns und wir freuen uns miteinander, wenn es uns gut geht.

Manchmal leiden wir miteinander und manchmal lachen wir lauthals.

Wir sind Freunde und nehmen uns bei nächster Gelegenheit richtig fest in den Arm. Herzen uns und sind uns noch näher, als wir uns ohnehin schon fühlen.

Ganz oft sind wir stark in uns selbst, weil wir wissen, auf wen wir uns verlassen können.

Freundschaft, eine Ehre.

Manchmal passiert im Leben UNGLAUBLICHES!

Es ist Weihnachten 2017. Und ich glaube, ich erlebe einen Traum. Unfassbar. Unwirklich. Atemraubend.

Eigentlich ist es verpackt, wie jedes Geschenk meiner Gina. Eine kleine Papierrolle. Ich kenne das so gut, es ist mir vertraut.
Liebe, herzensgute Worte, Gedichte, Erinnerungen. Zum Geburtstag, zum Muttertag, zu besonderen Anlässen und zu Weihnachten.
Es ist immer besonders, es ist immer einzigartig, es beinhaltet und bedeutet so viel – Persönlichkeit, Vertrautheit, Liebe und immer Anerkennung.
Es ist ein Geschenk meiner Tochter.

Eine wundervolle Tochter, meine Tochter – ein Geschenk an sich.

Doch jetzt blieb mir der Atem stehen, das Herz stockte, die Stimme blieb weg. Schnappatmung.

Ein Geschenk ohne Gleichen, eine Anerkennung besonderer Art, mit dem ich nie gerechnet hätte.

So besonders, so einzigartig und nur für uns zwei. Hammer!

Ich brauchte wirklich einen Moment zum Begreifen, zu erfassen was dies für ein Geschenk ist, und bleiben wird.

Niemals werde ich den Augenblick des Schenkens, niemals diese Erinnerung, niemals dieses Erlebnis mit ihr vergessen.

Cirque du soleil.
Hannover.
Im März.

Genug Zeit zum Planen, Urlaub einzureichen, Vorbereitungen zu treffen.

Aber ich brauchte gar nichts zu tun. Gina hat an alles und vor allem an mich gedacht.

Mit ihr durfte ich ein unvergessliches Wochenende in Hannover verbringen.

Unvergesslich auch, durch eine kleine Autopanne, eine anstrengende Fahrt durch Schnee und bei Minus 7 Grad.

Durch all diese Widrigkeiten hat sie mich in ihrem Mini gefahren und mir stets das Gefühl von Sicherheit, Spaß und Freiheit gegeben. Ihrer Mutter, genannt Mami.
Unglaublich toll, finde ich!

Angekommen am Ziel haben wir nur noch Taxifahrten unternommen. Jetzt war Mami mal am Zug.

Wir waren einkaufen, Kleinigkeiten wie Bodyspray zum Duschgel und zur Körperlotion, T-Shirt, Schal, Strickjacke.

Ginas größter Wunsch war aber ein leckeres Abendessen. Ganz klare Vorstellungen hatte sie. Auf jeden Fall Tomaten und Mozzarella sollte es geben. Also machten wir uns bei Schneegestöber und glatten Fußwegen auf die Suche.

Es hat nicht lange gedauert.
Wir fanden: 6 Sinne!

Ein außergewöhnlich schönes Restaurant, DIE Lokalität in der 6ten Etage mit Blick auf Hannover, die wirklich all unsere Sinne berührt hat.

Wir haben uns nicht für eine Hauptspeise erwärmen können und ich hatte schon ein schlechtes Gewissen weil wir so ein nettes Plätzchen zugewiesen bekommen hatten, aber wir haben die Vorspeisenkarte rauf und runter probiert.

Wir wurden verwöhnt, umgarnt und perfekt bedient. Wir waren glücklich und frei, wir haben uns gut unterhalten und uns rundum wohlgefühlt. Wir wurden umsorgt, ohne Aufdringlichkeit, es war Fürsorge um unser leibliches Wohl. Echte Gastlichkeit in wunderbarem Ambiente.

Dann kam der Samstag. Der Tag auf den wir so sehr hingefiebert haben.

Das Event: Cirque du soleil!

Emotionen pur.
Kostüme, Bühnenbild, Licht, Projektion, Akrobatik, alles mehr als überzeugend, alles was man sich zu versprechen vermag, alles bunt, alles neu, alles bezaubernd und anregend für die Sinne.
Alles menschlich und menschennah. Modern, abstrakt und doch weltlich. Zeitgemäß. Musikalisch einwandfrei untermalt.

Nach dieser kulturellen, fröhlich-bunten und einzigartigen Darbietung brauchten wir nichts mehr, als nur uns.

Gina und ich.
Das war längst überfällig.

Zum Gedankenaustausch, zum Freuen und zum Verarbeiten eines wunderbaren, unvergesslichen Moments und unvergleichlichen Tochter-Mutter-Erlebnisses.

Dankeschön, meine liebe Gina, dass du mich auf diese außergewöhnliche und tolle Reise mitgenommen hast. Du bist ein unglaubliches Kind.

Na gut, jetzt bist du erwachsen, verheiratet und glücklich mit deinem Chris (toller Typ, ihr passt wunderbar zusammen) und hoffentlich, so wie ihr es euch wünscht, auch bald Mutter, nein: Mami.

Euer Kind, vielleicht eure Kinder, werden dir all diese Liebe, Zuneigung und Achtung geben, wie du sie mir gibst. Du bist einzigartig, ganz besonders!

Ich bin so unglaublich stolz auf dich. Deine Mami 😘💋♥️

Das Feuerwerk der Farben spiegelt dieses Wochenende.
Mehr gibt es nicht zu sagen.

Foto: Georgina Hild
Text: Solveig Hild-Dogar

Meine Freundin Karo setzt sich schon lange mit japanischen Traditionen auseinander, lebt und liebt den Ausdruck tief geprägter japanischer Werte. Der Achtsamkeit des Augenblicks, dem Streben nach klarer Einfachheit und Schönheit. Meine Recherche zu einer kleinen Geschichte, die den Tiefgang zu meiner Kunst, einer neuen Bild-Serie, beschreiben wird, hat Karo sehr unterstützt. Sie ist eine wunderbare, stilsichere und belesene Gesprächspartnerin, Gastgeberin und Ratgeberin.
Die viele und ausgesuchte Literatur, die sie mir vertrauensvoll über ein halbes Jahr zur Verfügung stellte, habe ich förmlich in mich aufgesogen und verinnerlicht.
Jetzt durfte ich an einer harmonischen Teezubereitung in ihrem stilvoll eingerichteten Zuhause teilnehmen und dieses außergewöhnliche und köstliche Getränk mit ihr genießen.

An dieser Stelle lasse ich ein paar Fotos sprechen:
Liebe Karo, hab‘ Dank für diesen entspannten, wunderschönen und lehrreichen Abend.