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Graffiti und Bilder gegen Atomkraft

veröffentlicht am: 11. Mai 2011

Street-Art-Gründer Robin van Arsdol stellt in der Galerie Grass aus

Bielefeld (as). Das Interesse an ihm und seiner Kunst ist so groß wie noch nie. Robin van Arsdol engagiert sich seit mehr als 30 Jahren gegen Atomkraft und fühlt sich in einer Zeit wie dieser darin bestätigt.

Sein Werk ist nicht apokalyptisch, aber gesellschaftskritisch. Die Künstler-Ikone, die Anfang der 80er Jahre mit Keith Haring in New York die Street Art begründete, stellt jetzt in Bielefeld aus. Die Galerie Alexandra Grass, Breite Straße 26, zeigt die Ausstellung »RV and his friends« mit Bildern von Robin van Arsdol, James Rizzi und Herman sowie Plastiken von Solveig Hild bis zum 10. Juni.

Bei der Eröffnung an vorigen Freitag erklärte Robin van Arsdol, welche Ideen hinter dem Titel „RV and his friends« steckt: »Ich habe während meines Lebens mit der Kunst eine umfangreiche Sammlung aufgebaut. Viele Werke habe ich von meinen Künstlerfreunden erhalten. James Rizzi kenne ich seit 30 Jahren. Wenn man sich sein Werk heute anschaut, dann wundert man sich nicht, dass nur wenige wissen: James Rizzi hat in seiner Anfangszeit Urban Art gemacht und Ende der 70er auf den Straßen New York Citys gemalt, während ich eher politische Kunst gemacht habe.«

Und diese ist durch die Katastrophe von Fukushima so aktuell wie noch nie. »Ich kritisiere in meiner Arbeit die Atomkraft seit mehr als 30 Jahren. Wenn man so will, bin ich Anti-Atomkraft-Aktivist. 40 neue Nuklearbilder habe ich gemacht, meinen »Screaming Man« in atomarer Landschaft. Alles in Schwarz und Weiß«, sagte Robin van Arsdol dem WESTFALEN-BLATT.

Dass Deutschland die einzige große Nation weltweit ist, die ernsthaft auf Atomenergie verzichten will, begrüßt die Künstlerlegende ausdrücklich: »Deutschland ist das gewissenhafteste Land der gesamten Welt. Deutschland ist heute das moralische Rückgrat der Erde. Natürlich wegen seiner Geschichte und seiner Schuld. Heute haben die Deutschen den moralischen Anstand zu sagen, dass sie keine Atomkraftwerke in ihrem Land wollen.«

Westfalen-Blatt 11.05.2011