Pressetexte
Übergroß ins rechte Licht gerückt
Werke der Künstler Solveig Hild und Cornelius Rinne in der „Galerie Treppenhaus“
Wahre Emotionen oder künstliche Behauptungen?: Die Ausstellung „Artificals and Statements“ in der „Galerie Treppenhaus“ präsentiert Werke von Solveig Hild und Cornelius Rinne.
Beiden Bielefelder Künstlern ist gemein, dass sie unkonventionelle Techniken anwenden: Während Rinne fotografiert, sprüht und Leinwandausdrucke be- und übermalt, gießt, stößt und spachtelt Hild Farbe zu abstrakten Kompositionen.
Die überdimensionalen Zündhölzer aus PU-Schaum hängen frei im ersten Stock der Galerie, der Hilds Werken gewidmet ist. Die Künstlerin möchte den sonst so kleinen Alltagsgegenstand übergroß ins rechte Licht rücken, eine neue Sichtweise auf ihn erlauben. Daneben hängen ihre Bilder jeweils paarweise, Rücken an Rücken. „Das spielt mit der offenen Architektur der Galerie. So kann man die Bilder auch von der anderen Straßenseite aus sehen“, sagt Hild.
Dicke Farbkleckse
Die Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden Farben und das Experiment. Sie gießt Farben, die teils verlaufen, teils unverträglich sind und sich daher nicht vermischen, auf Leinwand. Risse entstehen, eine Farbe sinkt durch ihr schwereres Gewicht ab und hinterlässt ein Muster. Hild stößt in dicke Farbkleckse, spachtelt Ölfarbe auf eine Lackgrundlage oder tupft Farbe mit einer Plastikfolie auf den Malgrund. Die Serie von vier Bildern, die mit Federn in bauüblichen Stahlrahmen befestigt sind, schuf sie in der Woche nach dem schweren Erdbeben in Japan. „Wir wiegen uns alle in Sicherheit und plötzlich gerät alles aus den Fugen. Die Farbe läuft aus dem Rahmen, so wie das Meer über Japan und die Welt geschwappt ist“, sagt Hild und tippt das Bild an - es wackelt und simuliert die Bewegung der Erde.
Auch Rinne arbeitet unkonventionell. Seine Bilder sind im zweiten Stock der Galerie zu sehen. Ausgangspunkt bilden oft Fotos, die der ausgebildete Grafikdesigner am Computer oder später auf dem Leinwandausdruck bearbeitet, be- und übermalt. „Das sind Momente, die in mir etwas bewegt haben. Beim Betrachter löst das Bild vielleicht ganz andere Emotionen aus“, sagt Rinne. Verschiedene Aufnahmen eines Ortes legt er wie beim Bild „Zeit-Raum-Kontinuum“ übereinander. Beim Bild „Jupiter and the Moon“ arbeitet Rinne mit der Stancil-Technik aus der Street Art, bei der mit Hilfe von Schablonen gesprüht wird.
Virtuelle Bekannte
Das Bild „Trash Beauty“ zeigt eine virtuelle Bekannte. Sie blickt den Betrachter mit ihren blauen Augen durch die lange Ponyfransen an, den Mund leicht geöffnet, die blonden Haare schimmern grünlich und umrahmen ihr Gesicht. „Das ist eine von meinen Facebook-Followern“, sagt der Künstler. Sie kennen sich seit sechs oder sieben Jahren, haben auch schon telefoniert, sich aber noch nie gesehen.
Rinne hat ihr Facebook-Profilfoto gemalt. „Auf den ersten Blick sieht sie einfach unglaublich toll aus. Aber das war eine Zeit, in der es ihr nicht so gut ging und das habe ich versucht, noch stärker herauszuarbeiten.“
– Lena Schnabl – Erlanger Kultur 24.01.2012
Anziehungskraft des Verborgenen
Solveig Hild und Sven Hamann bei Alexandra Grass
Bielefeld. „Meine Malerei ist ein Diktat meiner Stimmung, die Bewältigung meiner Gefühle, eine intuitive Aussage meines Daseins“, sagt die Malerin Solveig Hild. Gemeinsam mit dem Architekten, Fotografen und Maler Sven Hamann stellt sie ihre Arbeiten in der Galerie Alexandra Grass aus.
„Die Farbe bricht sich langsam ihren Weg“, sagt Solveig Hild zu einem ihrer großformatigen Bilder. Weiß beherrscht das Bild und doch bricht im Zentrum die Farbe durch. Wie der Frühling nach einem schneereichen Winter, erzählt die Malerin. „Die Leinwand ist meine Komplizin“, sagt sie über ihre Beziehung zum Entstehungsprozess. Abstrakt ist ihre Malerei, gespeist aus der Quelle des Erlebten. Der Pinsel ist ihr Handwerkszeug, aber dennoch vermeidet sie manchmal bewusst den Pinselstrich, sucht vielmehr nach methodischer Variation. Hild erprobt die freie Form, experimentiert mit Licht und Schatten, vor allem mit dem Wesen der Farbe, schabt sie, presst sie wie mit einem Stempel auf die Leinwand, gießt sie in feine, erstaunlich präzise Linien.
„Farben sind für mich Kraftspender“, so die Bielefelderin. Oft arbeitet sie in Serie, erschafft zu einem Bild einen Gegenspieler, der das Auge wandern lässt, auf dem Einzelbild und zwischen den Werken. Musik regte sie zu ihren neuesten Arbeiten an. Der Rhythmus mischte mit, hinzu kamen Zufall und Experiment, die eine chaotische, lebendige Dynamik entstehen ließen. Solveig Hilds Bilder tragen keinen Titel. Die Bielefelder Künstlerin verwendet Codierungen, möchte den Betrachtenden nicht vom eigenen Erleben ablenken.
Der in Ammerthal lebende Künstler Sven Hamann zeigt in Bielefeld kleinformatige Arbeiten seiner Malerei. Jedoch verwendet der Pfälzer für seine abstrakten Motive Sand, Zement, Lehm und andere Baustoffe, färbt die Materialien ein, so dass sie auf der Leinwand verfremdet erscheinen. Seine abstrakten Bilder, die erzählen von Parallelen zur Architektur, minimalisieren das Architektonische, den Körper zur Fläche, das Haus zur Hauswand. Der Maler schließt die Zeit mit ein, gestaltet Risse und Spuren der Vergänglichkeit. Seine Bilder evozieren eine Lust an der Berührung und des Begreifenwollens. Sie geben den unwiderstehlichen Impuls, das Verborgene zu entdecken, ein Bild mit den Blicken zu betreten wie sonst ein Haus.
– Maria Frickenstein – NW 12.07.2011
Kunst und Küche
Kunst und Küche bilden noch bis Ende Juni im
Bielefelder SieMatic-Studio eine Einheit. Die Malerin
Solveig Hild zeigt in den Räumen am Adenauerplatz 1
ihre neuen Werke. Zur Eröffnung am vorigen Freitag
hielt Bielefelds ehemaliger Oberbürgermeister Eberhard
David den Einführungsvortrag. Die 70 Besucher
der Vernissage erfreuten sich an Solveig Hilds neuen
Werken, der Musik des Saxophon-Duos »Leptophonics« und der Lesung des Autors Axel Fröscher.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten zu
sehen. Über die Eröffnung freuen sich (von links)
Eberhard David, Niederlassungsleiterin Katrin Werner,
Solveig Hild und SieMatic-Geschäftsführer Ulrich-Wilhelm
Siekmann.
Westfalen-Blatt 28./29.05.2011
Solveig Hild zeigt Kunst im Küchenstudio
Die neuen Werke ihrer
Schwarz-Weiß-Serie zeigt Solveig
Hild erstmals im SieMatic-Exklusivstudio
am Adenauerplatz. Die
Ausstellung wird heute um 19.30
Uhr eröffnet. Die neuen Gemälde
wirken stärker komponiert und
verweisen so auf einen kontrollierten
Materialeinsatz. Solveig
Hilds Schaffen basiert auf Farbe.
Sie ist Ausdrucksmittel und Form
zugleich. Keines ihrer Bilder hat
einen Titel, sie werden codiert,
um den Betrachter nicht auf ein
Thema hin zu dirigieren.
Alles sollen die Bilder selbst vermitteln. Hilds Kunst ist abstrakte Kunst. Gegenstandslose Kunst. Absolute Kunst. Das seit 1989 entstandene Werk der Künstlerin bedient sich einer freiwillig fröhlichen Farbigkeit.
Ende des Jahres 2010 kommt es zu einer Konzentration auf das gegensätzliche Farbpaar Schwarz-Weiß. Die Identitätskrise in Werk und Dasein der Künstlerin führt aber nicht zu einer Aufgabe der Spontaneität im Schaffensprozess, sondern zu einer freieren Arbeitsweise. Die gleichzeitige Auseinandersetzung mit den Abstrakten Expressionisten, allen voran Jackson Pollock, bringt eine Grenzziehung der Künstlerin zwischen ihr und den Abstrakten Expressionisten der New Yorker Schule hervor und hat ein tieferes Verständnis der eigenen Mittel als direkte Folge.
Bei einem Kulturaustausch mit Bielefelds polnischer Partnerstadt Rzeszow hat auch Oberbürgermeister Eberhard David das Werk Solveig Hilds schätzen gelernt. Bielefelds ehemaliges Stadtoberhaupt wird heute den Einführungsvortrag halten.
Zum begleitenden Kulturprogramm gehören eine Lesung des Autors Axel Fröscher und Musik des Saxophon-Duos »Leptophonics «. Die Ausstellung kann montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr besichtigt werden.
Westfalen-Blatt 14./15.05.2011
Malen gegen Atomwaffen
Pop-Art Ausstellung in der Galerie Gruppe 10
Mitte. Street-Art-Ikone Robin van Arsdol stellt zusammen mit James Rizzi aus New York, Herman Reichold aus Paderborn und Solveig Hild aus Bielefeld in der Galerie Gruppe 10 aus. Unter dem Motto „RV and his friends“ sind die Werke der Pop-Art-Künstler noch bis zum 10. Juni zu sehen. Van Arsdol engagiert sich seit mehr als 30 Jahren gegen Atomkraft und fühlt sich in einer Zeit wie dieser darin bestätigt. Sein Werk ist nicht apokalyptisch, aber gesellschaftskritisch. „Wenn man so will, bin ich Anti-Atomkraft-Aktivist. 40 neue Nuklearbilder habe ich gemalt, der „Screaming Man“ in atomarer Landschaft. Alles in Schwarz und Weiß“, beschreibt van Arsdol seine neuen Bilder. Der „Screaming Man“ ist sein Markenzeichen, ein einst mit Kettensäge bearbeiteter Holzklotz, der dann in die Gemälde integriert wurde. In Sprechblasen plaudern die Figuren seiner Bilder von Liebe, Entschuldigung oder auch mal „Bla, Bla“. Die lange Nase eines „Pinocchio“ mahnt zur Wahrheit, statt ständiger Lügen. Van Arsdol hegt große Hoffnungen in die Vorreiterrolle Deutschlands in Sachen Atomausstieg: „Deutschland ist das gewissenhafteste Land der gesamten Welt. Es ist heute moralisches Rückrad der Erde.“
Kein anderer Stilbegriff als die Pop-Art hat die Vorstellungen von Ästhetik, Design und vom American Way of Life entscheidender geprägt. Angelehnt an die Zeichenkunst der Comics bedient sich Herman Reichold ähnlich wie die amerikanischen Pop-Artisten einer einfachen, sehr klaren Bildsprache. Seine Bilder sind voller Satire und Biss, wofür er sich und seine Mitmenschen sehr genau beobachten muss. Reicholds Markenzeichen sind die Ecken und Kanten seiner Figuren. Gezackte Pfeile markieren Beziehungen, Strichelchen um die Figuren suggerieren Dynamik und Aktion – alles Stilmittel aus der Bildsprache der Cartoons. Seine Werke nehmen auch die alltäglichen Dinge des Lebens aufs Korn, denn für Hermann Reichold ist die Kunst etwas alltägliches und Unverkrampftes.
Die Bielefelder Künstlerin Solveig Hild steuert Skulpturen zu dieser außergewöhnlichen Ausstellung bei. Diese Skulpturen bieten ihr neue Möglichkeiten in der Malerei. Aus Bauschaum, der für das Einsetzen von Türzargen verwendet wird, konstruiert sie Objekte, die im Kern hölzern sind. Hild nutzt den Zufall und die Eigendynamik des Schaums, um ihn dann zu beschneiden.
Rizzis naiv-bunte Malerei trägt eine eigene Handschrift und er ist für seine Malerei auf Objekten, Plattencover und Briefmarken bekannt. „Wir sind seit mehr als 30 Jahren befreundet“, beschreibt van Arsdol seine Beziehung zu Rizzi, der aus diesem Grund gerne einige Bilder für die Ausstellung bereit gestellt hat. Das steckt auch hinter der Idee von „RV an his friends“: Van Arsdol hat während seines Lebens mit der Kunst eine umfangreiche Sammlung aufgebaut und viele Werke von Künstlerfreunden erhalten, die nun zusammen präsentiert werden.
Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Juni in der Galerie Alexandra Grass, Breite Straße 26, zu sehen. Sie ist donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.
Bielefeld Direkt 11.05.2011
Graffiti und Bilder gegen Atomkraft
Street-Art-Gründer Robin van Arsdol stellt in der Galerie Grass aus
Bielefeld (as). Das Interesse an ihm und seiner Kunst ist so groß wie noch nie. Robin van Arsdol engagiert sich seit mehr als 30 Jahren gegen Atomkraft und fühlt sich in einer Zeit wie dieser darin bestätigt.
Sein Werk ist nicht apokalyptisch, aber gesellschaftskritisch. Die Künstler-Ikone, die Anfang der 80er Jahre mit Keith Haring in New York die Street Art begründete, stellt jetzt in Bielefeld aus. Die Galerie Alexandra Grass, Breite Straße 26, zeigt die Ausstellung »RV and his friends« mit Bildern von Robin van Arsdol, James Rizzi und Herman sowie Plastiken von Solveig Hild bis zum 10. Juni.
Bei der Eröffnung an vorigen Freitag erklärte Robin van Arsdol, welche Ideen hinter dem Titel „RV and his friends« steckt: »Ich habe während meines Lebens mit der Kunst eine umfangreiche Sammlung aufgebaut. Viele Werke habe ich von meinen Künstlerfreunden erhalten. James Rizzi kenne ich seit 30 Jahren. Wenn man sich sein Werk heute anschaut, dann wundert man sich nicht, dass nur wenige wissen: James Rizzi hat in seiner Anfangszeit Urban Art gemacht und Ende der 70er auf den Straßen New York Citys gemalt, während ich eher politische Kunst gemacht habe.«
Und diese ist durch die Katastrophe von Fukushima so aktuell wie noch nie. »Ich kritisiere in meiner Arbeit die Atomkraft seit mehr als 30 Jahren. Wenn man so will, bin ich Anti-Atomkraft-Aktivist. 40 neue Nuklearbilder habe ich gemacht, meinen »Screaming Man« in atomarer Landschaft. Alles in Schwarz und Weiß«, sagte Robin van Arsdol dem WESTFALEN-BLATT.
Dass Deutschland die einzige große Nation weltweit ist, die ernsthaft auf Atomenergie verzichten will, begrüßt die Künstlerlegende ausdrücklich: »Deutschland ist das gewissenhafteste Land der gesamten Welt. Deutschland ist heute das moralische Rückgrat der Erde. Natürlich wegen seiner Geschichte und seiner Schuld. Heute haben die Deutschen den moralischen Anstand zu sagen, dass sie keine Atomkraftwerke in ihrem Land wollen.«
Westfalen-Blatt 11.05.2011
Pulsierende Pop-Art
Galerie Gruppe 10 zeigt bis zum 10. Juni die Ausstellung „RV and his friends“
Bielefeld. Pop-Art liefert uns
Bilder direkt aus dem Jetzt und
unserer Alltagswelt, lustvoll, farbenfroh,
kritisch.Der amerikanische
Street-Art- und Pop-Art-Künstler Robin van Arsdol malt
seit Jahrzehnten unermüdlich
gegen Atomwaffen an, in bunten,
humorvollen, ironischen
Bildern. Gemeinsam mit James
Rizzi aus New York, Herman
Reinhold aus Paderborn und
der Bielefelderin Solveig Hild
zeigt er Arbeiten in der Ausstellung
„RV and his friends“ in der
GalerieGruppe 10.
Sein Markenzeichen ist wieder dabei, der so genannte „Screaming Man“, ein einst mit der Kettensäge bearbeiteter Holzklotz, der inzwischen auch auf vielen der Bilder des in Orlando (Florida) lebenden und oft in Berlin arbeitenden Künstlers den Mund nicht halten will. In Sprechblasen plaudert die Stimme des Künstlers oder auch die eines Jedermann von der Liebe, eine Entschuldung, auch mal „Bla, Bla“, fordert zur Haltung auf, zum Handeln und trägt die Farbe seiner Umwelt.
Die lange Nase eines „Pinocchio“ mahnt zur Wahrheit angesichts der ungezählten Lügen in der Welt. Der Maler, Sammler und Kunstkritiker malt unermüdlich, viele Bilder davon gegen den nuklearen Tod. Seine große Hoffnung hegt van Arsdol in Deutschland, setzt auf eine deutsche Vorreiterrolle beim Ausstieg aus der Atomkraft. „Wir sind seit mehr als 30 Jahren Freunde“, sagt Robin van Arsdol über die Freundschaft zum New Yorker Pop-Art-Künstler James Rizzi, der einige Bilder zur Ausstellung beisteuerte.
Rizzis naiv-bunte Malerei trägt wie die seiner Kollegen eine eigene Handschrift. Unzählige Gesichter scheinen aus den Bildern zu springen. Der Bildrahmen droht zu bersten, so randvoll sind die Leinwände mit Menschen und Aktionen. Rizzi malt den Dialog mit New York und seinen Bewohnern, erzählt von der pulsierenden Metropole. Bekannt ist er auch für seine Malerei auf Objekten, sei es Plattencover, Briefmarke oder Boing.
Skulpturen zeigt die Bielefelder Künstlerin Solveig Hild und auf den ersten Blick sind es die orangefarbigen Stacheln der grellgrünen „Kakteen“, die ins Auge fallen. Die Arbeit an den Skulpturen erlaube ihr neuen Freiraum für die Malerei, so Hild. Aus Bauschaum, dem PU-Schaum, der beim Einsetzen von Türzargen verwendet wird, bildet sie ihre Objekte, die im Kern hölzern sind. Unbändig ist der PU-Schaum zunächst. Die Künstlerin nutzt den Zufall, entscheidet durch Beschneidung die Form, bringt ihre Objekte in einen fremd anmutenden Zustand, der einer Kaktee vielleicht ähnelt, aber keine ist.
Der Paderborner Künstler Herman Reinhold, bekannt als „Herman“ malt seine Figuren naiv, einfach, schwarz umrandet wie Comicfiguren, aber er verzichtet auf das Kindchenschema mit runden Köpfen und großen Kulleraugen. Sperrig dürfen die Köpfe sein, markant, erwachsen. „Ich setze meinen Figuren Tierköpfe auf“, sagt Herman. Damit nimmt er die Hemmschwelle, sich auf menschliche Charaktere einzulassen und über die Fremdlinge zu lächeln, die sofremdgar nicht sind. Er kokettiert mit dem allzu Menschlichen, den fragilen Beziehungen zwischen Mann und Frau und beobachtet genau. Da kann es mal sein, dass sich beim Tête à Tête seiner Figuren die Farbe der Cocktails aus lauter Sympathie der Kleiderfarbe anpassen.
• Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Juni in der Galerie Gruppe 10, Breite Straße 26, zu sehen. Öffnungszeiten: donnerstags und freitags 10 - 18 Uhr und nach Vereinbarung. Tel.: (0521) 9 88 74 80 oder 0171-5852552, alexandra@gruppe10.net.
– Maria Frickenstein – NW 10.05.2011
Solveig Hild stellt aus
Mitte. Die Bielefelder Künstlerin Solveig Hild stellt ihre Bilder ab Freitag, 13. Mai, im Küchenstudio SieMatic am Adenauerplatz aus. Die Eröffnung ist um 19.30 Uhr. Die Laudatio hält der frühere Oberbürgermeister Eberhard David (CDU). Es spielen die Leptophonics. Autor Axel Fröscher unterhält mit Kurzgeschichten. Hild malt abstrakte und gegenstandlose Kunst. Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 10 bis 18 und samstags von 10 bis 14 Uhr.
NW 09.05.2011
Zündende Kunstideen
Solveig Hild stellt im Zweischlingen aus
Quelle. Sie tragen Hüte, Indianerfedern oder sogar Elchgeweihe auf dem feuerroten Knubbelkopf, während sie ihren schlanken Leib in Boas oder Flügel hüllen: Kunstwerke haben die Wände des Zweischlingens erobert. Solveig Hild präsentiert dort ihre Ausstellung „Zündstoff“ mit Skulpturen, Bildern und überdimensionalen Streichhölzern.
Zum Zündeln sind die frechen Rotköpfe nicht nur viel zu schade,
sondern auch völlig ungeeignet: Die Bielefelder Künstlerin stellt die
Köpfe der überdimensionierten Streichhölzer aus PU-Schaum her,
den sie nach dem Durchhärten zuschnitt und lackierte. Bessere Zündeigenschaften
dürften die urwüchsigen Rahmenkonstruktionen der Objekte bieten, die
Hild aus Kaminhölzern zusammenfügte.
Von der Decke her grüßen zwei XXL-Varianten die kleinen Streichholzverwandten in ihren Rahmen, während es sich sechs mittelgroße Exemplare an einer der Wände nebeneinander gemütlich gemacht haben. „Diese sechs haben für mich Namen, natürlich Tonnamen“, erklärte Posaunist Heiner Wehking, der zur Freude der Eröffnungsgäste aus diesen sechs Tönen flugs eine mitreißende, jazzgeprägte Improvisation entwickelte.
„Ich wusste zuerst gar nicht, was ich damit anfangen sollte“, erinnert sich Christine Burghardt vom Zweischlingen an die ersten Gespräche zur „Zündstoff“-Ausstellung. Doch während Solveig Hilds Atelier „immer mehr zur Holzwerkstatt wurde“, erlag Burghardt dem Charme der Kerlchen mit den dicken roten Köpfen. Besonders mag Burghardt den Elch und den Schlittenfahrer – „die sind total witzig“. Ein Zündholz hat Hild sogar vor einer Staffelei verewigt, auf der das Porträt eines Streichhölzchens prangt.
Mit einer ebenfalls feuerroten, abstrakten und übermannshohen Stele und der Skulptur eines Kopfes bewies Hild, dass in PU-Schaum mehr steckt als nur Zündköpfe, im Nachbarraum platzierte sie farbintensive, abstrakte Bilder im Hinguckerformat – total schmal und riesig hoch.
Trotzdem – Star der Ausstellungseröffnung waren unbestreitbar die Zündhölzchen, die es den Betrachtern sofort angetan hatten.
– Heike Sommerkamp – NW 06.12.2010
»Zündstoff« aus Schaum
Solveig Hild mit neuer Ausstellung im Queller Zweischlingen
Quelle (mp). Streichhölzer im XXL-Format sind die Namensgeber einer neuen Ausstellung im Kulturzentrum Zweischlingen: »Zündstoff« der Bielefelder Künstlerin Solveig Hild ist dort noch bis zum 7. Februar zu sehen.
PU- oder auch Bauschaum, wie es zum Einfassen von Fensterrahmen oder Türzargen
verwendet wird, ist das Material, das die 44-Jährige maßgeblich zu
dieser Schaffensphase inspirierte. Diesen Schaum hat sie mit Holzstiften und
-balken zu überdimensionale, knallig lackierten Zündhölzern kombiniert.
Einige davon hängen wie dicke Knüppel drohend über dem Gastraum,
die kleineren zieren die Wände, haben Kronen auf oder auch mal ein Elchgeweih.
Das Streichholz wird bei Solveig Hild, die aus Senne kommt und in der Schillerstraße ein Atelier betreibt, zu einem »personifizierten Massenprodukt. Es bekommt einen Körper«, sagt die Künstlerin. »Nach der ersten zündenden Idee beginnt mein Spiel mit der Farbe, eine Leidenschaft ist entfacht, und ich entdecke mich so in meinen Bildern und Objekten immer wieder neu.«
Im Kontrast zu diesem gegenständlichen Thema stehen ihre abstrakten, kunterbunten und kleinteiligen Relief- und Spachtelarbeiten aus der Serie »Jahrtausendwasser«. Während eines Urlaubs in Barcelona war sie durch die Mosaike des katalanischen Architekten Antoni Gaudi auf diese Idee gekommen.
Die Ausstellung »Zündstoff« ist zu den normalen Öffnungszeiten des Zweischlingen, Osnabrücker Straße 200, zugänglich.
Westfalen-Blatt 02.12.2010
Bunte Bilder für ein Lächeln
Kunst-Patenschaft für das Betheler Kinderhospiz
Brackwede. Am Wochenende haben die „Golden Glories“ in der neuen Schmiede ein Benefizkonzert für das Kinderhospiz der von Bodelschwinghschen Stiftungen gegeben. Auch Künstler stellen sich in den Dienst der guten Sache. Sie haben Bilder geschaffen, für die Interessierte Patenschaften übernehmen können und die dann im Kinderhospiz aufgehängt werden sollen.
Die Idee zu der Aktion hatten Michael und Claudia Speth, Inhaber des Wohnstudios
am Südring. Bei der Eröffnung der Ausstellung „Art-Vent“, die sie bereits
zum zehnten Mal veranstalten, stellten sie jetzt die Aktion vor. Ein Bekannter
Speths hat als Sponsor Bilder finanziert, die Andrea Köhn, Maren Sagemüller,
Solveig Hild, Herman Reichold, Gilbert Bender und Klaus Schad geschaffen haben.
Als Paten können Privatpersonen oder Unternehmen Patenschaften für
die Bilder zum Thema „Kinder“ übernehmen. Das heißt: Sie
erwerben die Werke zu Preisen von 90 bis 1.300 Euro. „Die Bilder werden dann
im Hospiz aufgehängt und auch der Erlös kommt der Einrichtung zugute“,
erläutert Speth.
Unter dem Titel „Der Traum“ malte beispielsweise die Künstlerin Maren Sagemüller ein großformatiges Bild. Es zeigt einen Löwen, der stark wirkt und doch Geborgenheit ausstrahlt. Ein Mädchen spielt Flöte, eine weiße Taube fliegt herbei. „Es ist eine Traumwelt, in der sich Kinder verlieren können“, beschreibt Sagemüller ihr Werk.
Offen für eine Interpretation zeigte sich die Künstlerin Andrea Köhn. „Mein Bild hat keinen Titel“, sagt sie über ihre abstrakte Gestaltung mit Farbflächen, die Ruhe ausstrahlen. Sechs Wochen arbeitete sie an dem Werk. Einem Setzkasten gleich schuf Solveig Hild ein zweiteiliges Bild, das viele farbige, puzzlehafte Farbflächen zeigt. Verschiedene Materialien sind aufgeklebt.
„Es wäre schön, wenn die Bilder ein Lächeln auf die Gesichter der kranken Kinder zaubern könnten“, sagt Michael Speth. „Das Hospiz hat eine ganz wichtige Aufgabe“, betonte er. Ende 2011 soll die Einrichtung der von Bodelschwinghschen Stiftungen eröffnet werden. Dort werden Kinder, die schwer erkrankt sind und denen eine medizinische Therapie nicht mehr helfen kann, betreut. Auch Angehörige werden begleitet. Platz gibt es für jeweils zehn Kinder.
Zwei der Bilder sind bereits vergeben. Interessenten erhalten unter Tel. (05 21) 44 24 90 weitere Auskünfte.
Zur Unterstützung der Bielefelder Hospiz-Initiativen – dazu gehören das Stationäre Hospiz Bethel (Haus Zuversicht), die ambulanten Hospizdienste Bethel, die Hospizarbeit im Evangelischen Johanneswerk, die Hospizgruppe der Stifskirchengemeinde Schildesche und die Hospizarbeit im Bielefelder Süden – fand am Samstag ein Benefizkonzert in der Bartholomäuskirche statt.
– Rajkumar Mukherjee – NW 16.11.2010
Werke haben keine Titel, sondern Codierungen
Sennerin Solveig Hild stellt in BKK Gildenmeister-Seidensticker aus
Brackwede (WB). Farbe, Form und Licht: Das sind die zentralen Elemente in den Werken der Senner Künstlerin Solveig Hild. Die 44-jährige präsentiert ihre Werke noch bis zum 26. November in der Ausstellung »Kunst als Passion« in der BKK Gildemeister-Seidensticker in Brackwede.
Leidenschaft in der Kunst ist nicht nur das Thema der Ausstellung, sondern
auch das Motto der Künstlerin. Deshalb sei ihre Arbeitsweise auch nicht
in wenigen Sätzen erklärbar, sagte Solveig Hild jetzt bei der Ausstellungseröffnung.
Der Reiz liege in der Balance spontaner Aktionen und kontrolliertem Materialeinsatz.
Seit 1989 widmet sich die 44-jährige ihrer Passion und malt vorwiegend Abstraktes in Öl. Weitere Schwerpunkte ihrer Malerei sind Acrylwerke auf Leinwand sowie Collagen und Werke in Pastellkreide und Kohle auf Büttenpapier. Relief- und Spachtelarbeiten fertigt sie ebenfalls an.
Ihre Bilder haben keine Namen, keine Titel, nur eine Codierung. Somit eröffne sich eine »spannende, eigene Interpretation« für die Ausstellungsbesucher. Dies sei ein bewusster Versuch, sich an einem Austausch und Dialog mit der Künstlerin zu beteiligen.
Sehbehinderte und erblindete Menschen können am Freitag, 5. November, um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung erleben. Der Posaunist Heiner Wehking intoniert die Exponate. Er setzt Farbe und Form in Töne um, damit blinde Menschen an der Ausstellung teilhaben können.
Bei dieser besonderen Führung ist eine Anmeldung unter 05 21 / 52 28 31 14 erforderlich. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Westfalen-Blatt 19.10.2010
Kunst als Passion
Am
7.10.2010 eröffnet die Bielefelder Malerin
Solveig Hild ihre Ausstellung im Haus der
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER, Winterstraße
49, 33649 Bielefeld-Brackwede. Eine
kurze Beschreibung der Eindrücke fällt nicht
leicht – zu umfang- und kontrastreich sind die
Impressionen, zu verschieden die Assoziationen
der Materialien, die Wirkung der Farbmaterie,
die Hinterlassenschaften der Strukturen.
Die Eigenständigkeit der Bildsprache
offenbart sich in der Balance zwischen spontaner
Aktion und kontrolliertem Einsatz der
Möglichkeiten der Materialien. Vordergründig
entziehen sich die Werke jeglicher Eindeutigkeit.
Erst auf den zweiten Blick entfalten sie
ihre volle Wirkung. Die Ausstellung ist montags
bis freitags von 8 bis18 Uhr geöffnet.
Bkk-Journal 2010
Tipps in Sachen Finanzen
Mehr
als 80 Gäste waren zur Eröffnung der neuen Geschäftsräume
der Mayflower Capital OWL AG ins Skyoffice der SchücoArena gekommen. An
bereits 16 Standorten in Deutschland begleitet die Crew von Mayflower Capital
Akademiker und gehobene Privatkunden in allen Finanzangelegenheiten.
Die Eröffnung begleitete eine Vernissage der Bielefelder Künstlerin Solveig Hild, die mit ihren aktuellen Bildern und Skulpturen auf große Zustimmung bei den Eröffnungsgästen stieß. […]
Westfalen-Blatt 16.06.2010
Bilder ohne Namen
Ausstellung „Scheinwerferlicht“ ab Sonntag in der Brackweder Kulisse
• Brackwede. Zu einem besonderen Kunstgenuss lädt das Brackweder Bezirksamt ein: Ab kommenden Sonntag stellt die Senner Künstlerin Solveig Hild Bilder und Skulpturen aus. Farben, Formen und Licht sind die zentralen Elemente ihres Schaffens. Doch nicht nur ihre Exponate laden zum Kommen ein. Für jeden Sonntag während der Ausstellungszeit hat Hild befreunde Künstler eingeladen. Lesungen, Musikdarbietungen und Poetry Slam werden dann geboten.
Für
die Brackweder Ausstellung hat Hild 60 Bilder sowie 20 Skulpturen mitgebracht.
Die Bilder im Format bis zu 1,10 mal 1,40 Meter entstanden in der Zeit zwischen
2002 und 2009.
„Wir sind begeistert von dem Programm mit mehreren Künstlern“, verrät Jens Bartsch, stellvertretender Bezirksamtsleiter in Brackwede. Denn mit der Ausstellung „bieten wir eine Plattform für einen künstlerischen Austausch“, berichtet Solveig Hild (43). Und fügt hinzu: „Wir rücken die Künstler ins wahre Licht.“
Seit 1989 widmet sich Hild ihrer Leidenschaft für das Zusammenspiel zwischen „Aufbau und Zerstörung, Spontaneität und Kontrolle.“ Hild: „Ich male in Öl, zerreiße die Bilder, und nach der Zerstörung werden sie wieder neu aufgebaut.“ Oder wie sie es kurz beschreibt: „Das hat einen experimentellen Charakter.“ Schwerpunkte ihrer Malerei sind nicht nur Gemälde in Öl, sondern auch in Acryl auf Leinwand, dazu Collagen, aber auch Werke in Pastellkreide und Kohle auf Büttenpapier sowie Relief- und Spachtelarbeiten.
Und sie verrät eine Besonderheit: „Meine Bilder haben keine Namen, keine Titel, nur eine Codierung.“ Somit eröffne sich eine „spannende, eigene Interpretation“ für die Ausstellungsbesucher, ein bewusster Versuch, sie an einen Austausch und Dialog mit der Künstlerin zu beteiligen.
Auf einen Termin freut sich Hild, beruflich als kaufmännische Sachbearbeiterin tätig, schon besonders: Für Donnerstag, 29. Oktober, sind 12 Kinder von der Stadtteilbibliothek angemeldet. Mit ihnen will Hild malen. „Wir werden die Herbstfarben aufgreifen und die Großen sollen die Kleinen unterstützen.“ Die Bilder im Kartoffeldruck werden Teil der Ausstellung und können anschließend von den Kindern mitgenommen werden.
Am Sonntag, 18. Oktober, eröffnet Bezirksvorsteher Siegfried Kienitz die Ausstellung, die Laudatio hält Barbara Diel, Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bielefeld. 2007 stellte Hild in der polnischen Partnerstadt Rzeszów Werke aus. Zur Matinee tritt die Bielefelder Mezzosopranistin Claudia Oddo zusammen mit Nadja Naumova (Flügel) auf.
– Rajkumar Mukherjee – NW 17./18.10.2009
Abstraktes im »Scheinwerferlicht«
Solveig Hild stellt 60 Bilder und 20 Skulpturen im Rathauspavillion aus
• Brackwede. Unter dem Titel »Scheinwerferlicht« zeigt die Senner Künstlerin Solveig Hild von diesem Sonntag an einen Teil ihrer Werke im Brackweder Rathauspavillion. Wechselnde Musiker und Autoren sollen der Ausstellung über die Dauer von vier Wochen immer wieder neue Impulse verleihen.
»Es
ist der Wunsch, alle Beteiligten ins rechte Licht zu rücken, um das soziale,
künstlerische Miteinander hervorzuheben«, sagt Solveig Hild, die
ihre 60 Bilder und Skulpturen als Grundlage der Ausstellung sieht.
Die 43-Jährige, von Berufs wegen kaufmännische Sachbearbeiterin bei Gildemeister, malt vorwiegend Abstraktes in Öl. Zur Vernissage am Sonntag um 11.15 Uhr sprechen Bezirksvorsteher Siegfried Kienitz sowie Dr. Barbara Diehl, Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Am Flügel begleitet von Nadja Naumova, singt Sopranistin Claudia Oddo eine Matinee. Barbara Rademacher liest Poetisches.
Bis zum Ende der Ausstellung am 15. November sollen jeden Sonntag um 11.15 Uhr andere Musiker und Autoren zwischen Solveig Hilds Bildern Denkanstöße liefern und eine Harmonie zwischen den Künsten herstellen. »Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, ein Programm dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen«, sagt die Sennerin, deren zumeist namenlosen Bilder dem Betrachter großen Freiraum zur Interpretation lassen.
Am 28. Oktober bekommt sie Besuch von der Kindergruppe der Stadtteilbibliothek Brackwede, mit der sie Kartoffeldrucke in Herbstfarben anfertigen will. Die Bilder sollen Bestandteil der Ausstellung werden. Diese ist geöffnet: Montag bis Samstag von 16 bis 19 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr.
– Markus Poch – Westfalen-Blatt 15.10.2009
Belcanto zum Bad in der Sonne
Zweite Auflage von »Klassik am Meierteich« verwöhnt 2500 Besucher
• Bielefeld (WB). Einen Nachmittag so ganz für Genießer bescherte am Samstag die zweite Auflage der Veranstaltung »Klassik am Meierteich«. Bei strahlendem Sonnenschein genossen rund 2500 Besucher unter freiem Himmel eine italienische Operngala mit Claudia Oddo und Freunden.
Nach dem erfolgreichen Open-Air-Konzert mit den Bielefelder Philharmonikern im vergangenen Jahr hatte der Verein »Wir für Sudbrack/Gellershagen« erneut die Organisation für die Großveranstaltung übernommen. Und das ehrenamtliche Engagement sowie die mühsame Sponsorensuche sollten sich auszahlen: Selten erblickt man so viele glückliche Menschen, geht eine Großveranstaltung solchen Ausmaßes dermaßen entspannt über die Bühne.
[…]
Den darf man neben der gelungenen Organisation auch den musikalischen Interpreten entgegen bringen, die der 1-A-Qualität von »Klassik am Meierteich« mehr als gerecht wurden. Allen voran die gebürtige Bielefelderin und Mezzosopranistin Claudia Oddo, die mit Lucio Miano (Tenor), Yitian Luan (Sopran), Vladimir Miakotin (Bass) und Paata Tsivtsivadze (Bariton) kongeniale Kollegen um sich versammelt hatte. Sie alle wurden von Nadja Naumova bei ihrem Streifzug durch den italienischen Belcanto einfühlsam am Klavier begleitet. Für instrumentale Intermezzi sorgte das Detmolder Streichquartett »Passione«, derweil Solveig Hild die Bühnenrückwand in leidenschaftliches Rot tauchte. Da blieben keine Wünsche offen.
– Uta Jostwerner – Westfalen-Blatt 18.05.2009
Opergala am Meierteich
Am Samstag, 16. Mai, steigt das zweite klassische Konzert in Sudbrack
• Sudbrack / Gellershagen. „Den Erfolg im letzten Jahr hat uns beflügelt“, sagt Johannes Wilking, zweiter Vorsitzender des Vereins „Wir für Sudbrack/Gellershagen“. Bei der ersten „Klassisk am Meierteich“ am 1. Juni vorigen Jahres waren gut 2.500 Zuhörer gekommen. Die zweite Veranstaltung ist für Samstag, 16. Mai, ab 15.30 Uhr, anberaumt. Diesmal geht es um die italienische Oper. Es treten auf: die in Bielefeld geborene italienische Mezzosopranistin Claudia Oddo und ihre Freunde.
[…] Auf dem rund zweistündigen Programm stehen Szenen, Arien,
Duette und Ensembles aus den berühmten italienischen Opern wie der Barbier
von Sevilla, La Traviata, Aida oder Rigoletto. Dazu kommen Stück aus der
französischen Oper wie George Bizets „Carmen“. Die Stücke
kommen von so berühmten Komponisten wie Mozart, Puccini, Verdi oder Rossini.
Die große überdachte Bühne wird am Süd-Ost-Ufer des kleinen
Meierteiches nahe der Sudbrackstraße aufgebaut. Das Bühnenbild stammt
von der Künstlerin Solveig Hild.
Eine Verstärkeranlage soll den klassischen Wohlklang bis in die letzten Winkel des Park transportieren. Über 40 Firmen, überwiegend aus dem Bereich Sudbrack/Gellershagen haben das Konzert mit ihren Werbeeinträgen ermöglicht. Das Open-Air-Konzert ist kostenlos. […]
– Thomas Güntter – NW 29.04.2009
Kunst zur Fußball-EM
Brackweder Malerin Solveig Hild in Rzeszów
• Rzeszów/Brackwede. Der Fußball rollt zwar erst 2012 über polnischen Rasen, doch schon jetzt sollen sich Künstler in Bielefelds Partnerstadt Rzeszów damit auseinandersetzen, Die Bezirkshauptstadt an der Grenze zur Ukraine und der Slowakei plant zur Fußball-Europameisterschaft eine Ausstellung internationaler Künstler rund um Rasen und Ball. Die Brackweder Künstlerin Solveig Hild soll daran teilnehmen.
Das bekräftigte der Direktor der Rzeszówer Büros für Kunstausstellungen, Ryszard Dudek, bei einem Besuch der Künstlerin Solveig Hild Anfang der Woche. Dudek und Hild waren auf Vermittlung des Rzeszówer Stadtpräsidenten Tadeusz Ferenc ins Gespräch gekommen.
Solveig Hild hat im Herbst bereits erfolgreich in Rzeszów ausgestellt. Zur Vernissage ihrer großen Ausstellung von rund 70 Werken waren auch Oberbürgermeister Eberhard David und der polnische Europaabgeordnete Mieczyslaw Janowski gekommen.
Die Künstlerin hat im Frühjahr ein neues Atelier in der Schillerstraße geöffnet. Fußbälle standen bisher nicht im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens. Sie malt vornehmlich abstrakt und in Öl.
Das Angebot der Kunsthauses Rzeszów will sich die Brackwederin aber nicht entgehen lassen. „Meine Mappe liegt schon im Rzeszówer Rathaus.“ Jetzt sucht Solveig Hild, die seit 20 Jahren malt, noch nach Sponsoren für die Teilnahme.
Das Kunsthaus Rzeszów ist die größte öffentlich Galerie in der Bezirkshauptstadt im Karpatenvorland und organisiert ähnlich wie die Bielefelder Kunsthalle regelmäßig Ausstellungen. Das Kunsthaus wurde 1962 in der leer stehenden Neustädter Synagoge eingerichtet. Das Büro für Kunstausstellungen unter der Leitung des Malers Ryszard Dudek organisiert den Betrieb des Kunsthauses.
– Ulf Hanke – NW 24.04.2009
Sprung in eine neue Zeit
Claudia Oddo-Konzert
• Bielefeld (WB). Zweimal schon hat die aus Bielefeld stammende italienische Mezzosopranistin in ihrer Heimatstadt einen Konzertabend mit beliebten Opernarien gegeben. Füllten ihre Anhänger bislang den kleinen Saal der Oetkerhalle aus, so setzte Claudia Oddo bei ihrem »Concerto serale III« zum Sprung in den großen Saal an. Nicht nur räumlich läutete die blendend aussehende Sängerin damit neue Dimensionen ein. […] Üppig wuchernde Rosengestecke in den italienischen Landesfarben säumten die Bühne. Dazwischen deutete ein beleuchteter Stelengarten (Solveig Hild) Bühnenbildatmospäre an.
Auch einen Moderator gönnte sich die Diva diesmal. Thomas Milse […] führte auch mit flotten Sprüchen durch das Programm. […]
Die große Bühne erlaubte Oddo und ihrem schon vom Vorjahr bekannten Duett-Partner Alessandro Rinella zudem eine großzügigere szenische Ausgestaltung der Rollen. […]
Gesanglich versprühten beide eine Kraft und Energie, die jeder Kampfarena zur Ehre gereichen würde. Vornehmlich Oddo stellte ihre stilistische Vielseitigkeit mit einem weit gefächerten Werkekanon unter Beweis, allseits souverän gestützt und begleitet von Nadja Naumova, die auch solistisch an Flügel zu gefallen wusste.
– Uta Jostwerner – Westfalen-Blatt 03.11.2008
Blendend klangschön
Italienischer Arienabend mit Claudia Oddo
• Bielefeld. Mit „Liebe, Leid und Leidenschaft“ lockte und beeindruckte die in Bielefeld geborene italienische Mezzosopranistin Claudia Oddo ihr Publikum. Der beim inzwischen dritten Arienabend notwendig gewordene Wechsel vom kleinen in den großen Saal der Oetkerhalle sprach für sich; Organisation und stimmungsvolles Ambiente imponierten nicht weniger.
Allein der üppige Blumenschmuck in den italienischen Nationalfarben übertraf alles hier gewohnte und ergab in einer Installation aus Leuchtstelen fast ein Bühnenbild (etwa für Bellinis Priesterhein). […]
– Michael Beughold – NW 03.11.2008
Lokale Kunst am Bankschalter
Bilderausstellung in der Dresdner Bank
• Mitte
(lk). Wer in den kommenden Wochen Geschäfte in der Dresdner Bank
zu erledigen hat, der kann sich von Gemälden in fremde Welten entführen
lassen.
„Kunst vor Ort“ heißt eine neue Ausstellung, die jetzt eröffnet wurde und in der die drei Künstlerinnen Kerstin Luckner, Solveig Hild und Lisa Sackel ihre Werke präsentieren. Dirk Mardmöller, Geschäftsleiter der Bielefelder Filiale: „Die Bilder verschönern und beleben die nüchternen Bankräume.“
Für Kerstin Luckner ist dies die erste Ausstellung, die für sie ziemlich überraschend kam: „Für mich ist das hier ein Novum. Ich bin eigentlich Anlageberaterin bei der Dresdner Bank. Seit vier Jahren male ich in meiner Freizeit, allerdings nicht professionell, eher unter dem Motto ’Learning by doing’. Meine Arbeitskollegen fragten schließlich, ob ich hier nicht mitmachen möchte.“
Ein „Profi“ im Geschäft ist dagegen Solveig Hild, die ihre hauptsächlich abstrakten Bilder bereits mehrmals ausgestellt hat. Ein Höhepunkt war sicherlich ihre erste internationale Ausstellung im polnischen Rzeszów (die NW berichtete). Die kaufmännische Angestellte ist zwar nur nebenberuflich Künstlerin, greift allerdings schon seit 20 Jahren regelmäßig zum Pinsel. In ihrem Atelier an der Schillerstraße treffen sich donnerstags zwischen 17 und 21 Uhr Gleichgesinnte, aber auch Neulinge sind willkommen. „Das ist eine gegenseitige Bereicherung“, sagt Hild.
Mit einem Studium zur Grafikdesignerin begann Elisabeth Sackel ihren Werdegang. „Aber meine Liebe ist die Kunst“, schwärmt sie. „Ich habe mit Gegenständlichem angefangen, wage mich inzwischen aber auch an abstrakte Kunst.“ Ihre Bilder hat sie inzwischen schon mehrmals ausgestellt. Außerdem gibt Sackel Mal- und Zeichenkurse für Erwachsene.
Eine regelmäßige Ausstellung lokaler Künstler in den Räumen der Dresdner Bank ist für Mardmöller vorstellbar: „Uns geht es vor allen Dingen um die Förderung lokaler Kunst, und die neue Serie erfreut sich bisher großer Beliebheit.“
NW 09.10.2008
Heimische Künstlerinnen stellen in der Bank aus
»Dresdner« zeigt abstrakte Arbeiten in Öl und Acryl
• Bielefeld
(jr). Wer eine Bank oder ein Verwaltungsgebäude betritt und dort
große oder kleine Kunstwerke entdeckt, wird in aller Regel nicht einfach
daran vorbei gehen. Die Dresdner Bank an der Stresemannstraße 4 bietet
jetzt drei heimischen Künstlerinnen die Möglichkeit, einige ihrer Werke
im Foyer der Bank einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Gestern
zur Vernissage wurden die drei Künstlerinnen Solveig Hild und Elisabeth
Sackel (beide Bielefeld) und Kerstin Luckner aus Lübbecke herzlich vom Direktor
der Dresdner Bank, Dirk Mardmöller (35), begrüßt.
Die hier drei Wochen lang ausgestellten Werke bestechen vor allem durch eine kräftige Farbenvielfalt. Wie die drei Künstlerinnen betonen, ist das Malen ihr großes Hobby. Während Solveig Hild von Beruf kaufmännische Angestellte, und Diplom-Designerin Elisabeth Sackel schon über einen längeren Zeitraum ihrem Hobby frönen, ist dieses Metier für die Bank-Anlagenberaterin Kerstin Luckner doch recht neu. »Ich male Acryl auf Leinwand und bevorzuge abstrakte Motive«, sagt sie. Auch Solveig Hild und Elisabeth Sackel malen abstrakt – vor allem Werke in Öl. Solveig Hild hat sogar ein künstlerisches Netzwerk ins Leben gerufen: »Artmut«. Künstler treffen sich hier donnerstags zwischen 17 und 21 Uhr im Atelier an der Schillerstraße 10 a.
Westfalen-Blatt 09.10.2008
Abstraktes aus der Teutostadt
Solveig Hild stellt in Polen aus
•
Rzeszów. Wärme, Liebe und Freiheit, das fühlt Solveig
Hild, und das malt die Brackweder Künstlerin. In Rzeszów nutzte sie die
Gelegenheit des Kulturaustausches, um ihre erste Ausstellung in Südostpolen
zu eröffnen. In der örtlichen Kunstschule präsentiert Hild 55
abstrakte Skupturen und Werke. Dank der Hilfe von Barbara Diel, der guten Seele
der deutsch-polnischen Gesellschaft, waren alle technischen Schwierigkeiten schon
vor Monaten geklärt.
„Die Stadtverwaltung hat unsere Idee mit Kusshand aufgenommen“, sagt Hild. Vier Wochen lang sind ihre Werke nun zu sehen und zu kaufen. Seit 1989 arbeitet die Brackwederin als Künstlerin. Ihre Leidenschaft gilt vor allem der Ölmalerei. „Ich spiele mit den Farben, reiße auf, überdecke und mische“, sagt Hild von sich selbst. Barbara Diel sieht in dem Ausdruck der Bilder „den Duft eines frischen Blumenstraußes, den Duft getrockneter Wäsche oder den Duft eines frischgebackenen Brotes“. Die Gäste der Vernissage lud die Biefelderin ein, die „eigene Phantasie und Seele mit hinein in die Bilder zu nehmen.“ Das ließen sich die offiziellen Vertreter Oberbürgermeister Eberhard David und der polnische EU-Abgeordnete Mieczyslaw Janowski nicht zwei Mal sagen und bedankten sich bei Solveig Hild gleich mit dicken Schmatzern auf roten Wangen – sicher auch eine Kunstform abseits der Politik. Die Bielefelder dürfen sich ebenfalls auf jede Menge Abstraktes aus Hilds Händen freuen. Anfang April eröffnet sie ihr neues Atelier an der Schillerstraße. „Aber jetzt soll erst einmal die polnische Ausstellung erfolgreich über die Bühne gehen”, sagt Hild. Mit der einen oder anderen Nachfrage dürfte die Brackwederin rechnen. War doch die Vernissage Grund genug für das nationale Fernsehen, um die Künstlerin zu porträtieren.
– Patrick Schlütter – NW 04.03.2008
Offene Ateliers mit 23 Künstlern zeigen vielfältige bildende Kunst
Samstag von 14 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr im gesamten Altkreis
Halle/Kreis Gütersloh. „Eintreten erwünscht!“ - so die offizielle Einladung aller 23 Künstlerinnen und Künstler, die allein in Halle an den kreisweiten „Offenen Ateliers“ am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr teilnehmen. „Hier präsentiert sich vielfältigste bildende Kunst in den Sparten Malerei, Bildhauerei, Objekt- und Videokunst sowie Performance“, unterstreicht Organisatorin Susanne Debour den Wunsch, dass möglichst viele Besucher die Ateliertüren durchschreiten. […]
Christiane Schäfer – Haller Kreisblatt 26.10.2007
Der Kunst auf der Spur
Offene Ateliers im Nordkreis Gütersloh
Halle. Wer schon immer einmal einem Bildhauer bei der Arbeit zuschauen wollten oder schon lange auf der Suche nach dem richtigen Bild für den Platz über dem Sofa ist, hat ein ganzes Wochenende die Gelegenheit, fündig zu werden.
Die Ateliers im Nordkreis Gütersloh sind am Samstag, 27. Oktober, von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag, 28. Oktober, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Alles ist möglich: kaufen, schauen oder mit den Künstlern reden und erfahren wie und warum ein Bild oder eine Skulptur entsteht.
Mehr als 70 Künstler in sechs Orten – Borgholzhausen, Halle/Westfalen, Herzebrock-Clarholz, Steinhagen, Versmold und Werther – öffnen ihre Ateliers und Werkstätten für Neugierige, Kunstinteressierte und solche, die es werden wollen. Es gibt eine phantastische Vielfalt künstlerischen Schaffens zu entdecken, Abstraktes und Gegenständliches in Malerei und Bildhauerkunst.
Phantastische Vielfalt künstlerischen Schaffens
Einzelne Alteliers, Künstlergemeinschaften oder Ausstellungen finden sich unter folgenden Adressen:
In Halle befinden sich diverse Ateliers in der Alten Lederfabrik, Alleestraße 66, weitere Einzelateliers in der Hafenstraße 27, Bahnhofstraße 14, Maximilian-Kolbe-Straße 4, Gütersloher Straße 3, Ostpreußenweg 5, und in der Galerie der Remise, Kiskerstraße 2.
In Werther gibt es drei Anlaufpunkte: die Ateliergemeinschaft LAIF in der Jöllenbecker Straße 6a und Ateliers in der Osningstraße 11 und der Ravensberger Straße 45.
In Borgholzhausen werden die Gäste in der Kaiserstraße 6, am Brinker Weg 24 und im Atelier Kunstpark Süd in der Stockkämper Straße 22 erwartet.
In Herzebrock-Clarholz lädt die Gruppe 13 in ihr Atelierhaus Samson, An der dicken Linde 3, ein, in Versmold gibt es vier Anlaufpunkte und in Steinhagen laden vier Ateliergemeinschaften zum Besuch. Sie sind zu finden im Schlichte-Carree am Kirchplatz 26, in der Waldbadstraße 9 – 13, in der Roten Erde 50 im Upheider Weg 77 – 82. Alle Ateliers sind kenntlich gemacht durch ein auffällig gestaltetes Plakat.
OWL am Sonntag 21.10.2007
Möbel bilden roten Faden
Solveig Hild stellt Werke im Wohnstudio aus
Brackwede
200 Gäste konnten Michael und Claudia Speth zur Eröffnung des sechsten »Art-Vent« im
Wohnstudio am Südring begrüßen. Diesmal widmet sich die Ausstellung
dem Schaffen der Bielefelder Künstlerin Solveig Hild.
»Viele Menschen haben Hemmungen, den Fuß in eine Galerie zu setzen«, sagt Michael Speth. Aus diesem Grund habe er bereits vor einigen Jahren gemeinsam mit seiner Frau Claudia beschlossen, das Wohnstudio am Südring als Präsentationsplattform für junge Künstler anzubieten, um so Berührungsängste abzubauen. Das ungewöhnliche Ambiente habe zudem einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. »Die meisten Kunstliebhaber können sich viel besser vorstellen, wie ein Bild bei ihnen zu Hause wirkt, wenn sie es in einer realen Wohnsituation betrachten«, so Michael Speth.
Als Solveig Hild die Zusage erhielt, im Möbelhaus ausstellen zu können, war sie Feuer und Flamme. Im August begann sie mit den Vorbereitungen. »Letztlich hat sich aber vieles spontan vor Ort ergeben«, so die Künstlerin. Diverse ihrer seit 2002 im Queller Atelier entstandenen Werke habe sie so lange an verschiedenen Plätzen zur Probe aufgehängt, bis sich optimale Konstellationen ergaben.
Die Größe der ausgestellten Bilder und Objekte reicht von zehn mal zehn Zentimeter bis zu zwei mal zwei Meter. »Ein Motto hat die Ausstellung nicht – den roten Faden bilden die vorhandenen Möbel«, erläuterte Solveig Hild. Zu sehen sind die auch käuflich zu erwerbenden insgesamt 80 Kunstwerke noch bis Ende Februar während der regulären Öffnungszeiten des Wohnstudios am Südring.
– mcs – Westfalen-Blatt 22.11.2006
Jahrtausendwasser und Dakar
Künstler bereiten sich auf die
Benefiz-Auktion „Ein Bild für die Burg“ vor
Bielefeld
„Ich bin in Bielefeld geboren und mit der Sparrenburg groß geworden“, erklärt Jan-Marius Geller. So geht es auch der 39-jährigen Künstlerin Solveig Hild. Beide gehören zu den 52 Malern, die eigenes ein Kunstwerk für die Aktion „Ein Bild für die Burg“ angefertigen. Initiatorin Heidi Lämmchen organisiert die große Kunst-Auktion, deren Erlös in den Spendentopf von „Ein Stein für die Sparrenburg“ fließt.
Im Rittersaal der Sparrenburg werden am Sonntag, 2. April, 52 Bilder versteigert, um die Sanierung des maroden Bielefelder Wahrzeichens zu unterstützen. „Es ist schön, ein kleines Teilchen dieser Initiative zu sein“ sagt Solveig Hild. Klein ist auch ihr gespendetes Bild. 20 mal 20 Zentimeter misst die Leinwand, die sie mit Fein- und Grobsand, Strukturpasten und Acrylfarben gestaltet hat.
Nicht ohne Grund nennt sie es „Jahrtausendwasser Barcelona 2“. Als die Bielefelderin im Oktober eine befreundete Künstlerin in Barcelona besucht hatte, entstand das Auktionsstück. „Ich war inspiriert von Gaudi und Hundertwasser“, sagt die Autodidaktin.
Nach der Geburt ihrer Tochter vor 15 Jahren malte Hild Bilder für die Kinderzimmer-Einrichtung. Daraus entwickelte sich die Kunstleidenschaft der Kaufmännischen Angestellten. Für Malkurse habe immer die Zeit gefehlt, aber sie sammle Kunstbücher und habe sich viel angelesen, sagt Hild.
Das ist anders bei Jan-Marius Geller. Schon im Grundschulalter besuchte der heute 35-Jährige Kurse in der Kunsthalle. „Ich hatte schon ein gewisses Händchen dafür“, sagt er. Er entschied sich für ein Architekturstudium an der Fachhochschule Bielefeld und arbeitet heute hauptberuflich als Architekt.
Gemalt hatte Geller weiterhin parallel. Vor 15 Jahren stellte er erstmals Bilder aus. Damals habe er eine „düstere Phase“ gehabt. Seine Bilder provozierten und zogen die Aufmerksamkeit auf sich, verkauften sich aber nicht gut, erinnert er sich. „Ich habe meinen Stil weiter entwickelt“, sagt er. Nach und nach ließ er mehr Farben in seine Bilder fließen. Geller malt grundsätzlich mit Ölfarben. Verschwommene Hintergründe sind sein Markenzeichen. Für die Auktion spendet er „Dakar 3“. Auf einer unscharfen Wüstenlandschaft lassen sich Fahrspuren von Rallye-Autos erahnen.
„Ich glaube bei der Auktion ist für jeden Geschmack etwas dabei“, meint Initiatorin Heidi Lämmchen, die selbst eines ihrer Bilder stiftet. Als sie von den maroden Zustand der Sparrenburg hörte, überlegte sie, was sie mit ihren eigenen Mitteln machen könnte. „Und schon war die Idee geboren“, sagt die Malerin. Mit dem Erlös der Kunstsammlung will Lämmchen die Aktion „Ein Stein für die Burg“ unterstützen, eine Initiative der Bielefelder Bürgerstiftung, des Verkehrsvereins und der Neuen Westfälischen.
Alle Auktionsbilder werden vom 21. bis 31. März in der Sparkassen-Filiale an der Stresemannstraße ausgestellt, und zusätzlich in einem Katalog abgebildet.
– Tanja Krift – Neue Westfälische 17.02.2006
Breites Farbenspektrum dient als Gerüst für die Kunst
Solveig Hild stellt ihre Werke in der Akademie Talaue aus
Tecklenburg
Die meist abstrakt, subtil und informel gehaltenen Farbkompositionen fesselten die Blicke des Betrachters. Nicht weil sie aufgrund ihres Farbenspiels penetrant aufdrängend oder provozierend erscheinen, sondern weil die Werkmomente beruhigend wirken.
Am Freitag Abend eröffnete Solveig Hild ihre interessante Werkschau „Artikulation - Malerei und Skulpturen“ in den Räumlichkeiten der Akademie Talaue sowie des Gasthofes Prigge. Insgesamt 66 Arbeiten zieren die hellen Räumlichkeiten.
Die Autodidaktin, die sich seit nun mehr als 13 Jahren intensiv mit der Malerei und Skulpturen auseinandersetzt, besticht durch ihre experimentierfreudigen Arbeiten in Acryl und Öl. Durch Decollagén und collagierte Experimente mit strukturiertem Blattwerk, Keramik, Baumrinde und Gips entstehen bei der Autodidaktin die zweideminsionalen Leinwand- und Holzgrundwelten. Ein breites aber durchaus harmonisches Farbenspektrum dient Solveig Hild als Gerüst ihrer Werke.
„Ich lasse den Betrachtern sehr viel Freiraum, damit sie die Inhalte meiner Werke inhaltlich interpretieren können“, betont die Künstlerin, deren teils geometrisches Formenvokabular unweigerlich Erinnerungen an die Designkunst des Bauhauses oder der Stilrichtung De Stilj erweckt. Den rein geometrischen Formen setzt Solveig Hild aber auch organische und figürliche Modulationen entgegen, so dass die Werke niemals wie eine völlig durchkonzipierte Fassade auf den Betrachter wirken.
Kupfer, Silber und Blattgold dienen der Autodidaktin als Optimierung ihrer Bildideen. Relief- und Spachtelarbeiten, kleinformatige Blätter aus Pastellkreiden und Kohle erweitern den Horizont der Experimentierfreudigkeit der Künstlerin zusätzlich.
Nicht weniger interessant sind die klein- und großformatigen Skulpturen aus PU-Schaum, die sich durch ihr Formenvokabular in die Werkfolgen aus Farbe problemlos eingliedern lassen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Februar täglich zwischen 9 und 23 Uhr zu sehen.
-so- Westfälische Nachrichten 07.02.2005